Brechtechnik
Aufgabematerial, erforderliches Endprodukt und Wirtschaftlichkeit beeinflussen die Wahl der Brechtechnik.
Der Abbau natürlicher Gesteinsarten ist verbunden mit dem Einsatz von Maschinen, die Material mit hohen Druckfestigkeiten gezielt und wirkungsvoll zerkleinern. Backenbrecher eignen sich ideal für den harten Einsatz in Steinbrüchen und werden vorwiegend als Vorbrecher eingesetzt.
Backenbrecher arbeiten nach dem Prinzip der Druckzerkleinerung. Die Zerkleinerung des Brechguts erfolgt im keilf?rmigen Spalt zwischen der festen und der von einer Exzenterwelle bewegten Brechbacke. Durch den elliptischen Bewegungsablauf wird das Brechgut zerdrückt und f?llt durch die Schwerkraft nach unten. Dies geschieht so lange, bis das Material kleiner ist als der eingestellte Brechspalt.
Die Zerkleinerungsenergie wirkt dabei mit gro?en Kr?ften und mit geringer Geschwindigkeit auf das zu bearbeitende Brechgut. Der Name Backenbrecher leitet sich aus den für die Zerkleinerung notwendigen Brechbacken und der kauenden Bewegung ab.
Backenbrecher werden zur Grob- und Vorzerkleinerung von spr?den, mittelharten und harten Gesteinen eingesetzt. Sie werden am h?ufigsten als Prim?rbrecher verwendet.
Seltener sind Backenbrecher in der Lage ein normgerechtes Endprodukt zu erzeugen. In einigen Recyclinganwendungen k?nnen mit kleinen Backenbrechern Schottertragschichten für den untergeordneten Stra?en- und Wegebau hergestellt werden.
Kegelbrecher werden in mittelhartem bis hartem sowie abrasivem Naturstein und zur Rohstoffaufbereitung in Mininganwendungen eingesetzt. Die Kegelbrecher liefern in der 2. und 3. Brechstufe normgerechte kubische Endk?rnungen.
Kegelbrecher gibt es in verschiedenen Gr??en, Ausführungen und für unterschiedliche Anwendungen.
Bei Kegelbrechern findet die Zerkleinerung in einem sich umlaufend ?ffnenden und schlie?enden Brechspalt zwischen Brechmantel und Brechkegel durch Druckzerkleinerung statt. Das ?ffnen und Schlie?en erfolgt dabei gleichzeitig auf den gegenüberliegenden Seiten des Brechraums.
Kegelbrecher gibt es in unterschiedlichen Bauweisen. Bei den von KLEEMANN eingesetzten Kegelbrechern ist die Brecherachse in den Unterrahmen eingepresst. Der Brechkegeltr?ger ist auf einer exzentrischen Antriebseinheit verlagert. Durch die Rotation der Antriebseinheit ?ffnet sich der Spalt zwischen Brechkegel und Brechmantel umlaufend. Die zu produzierende K?rngr??e wird durch Heben bzw. Senken des Brechmantels ver?ndert.
Kegel- und Kreiselbrecher werden haupts?chlich dann eingesetzt, wenn eine Prallzerkleinerung auf Grund hoher Druckfestigkeit des Brechgutes nicht mehr m?glich ist oder die H?he der Verschlei?kosten wegen der Abrasivit?t des Gesteins wirtschaftlich nicht mehr zu vertreten ist.
Bauartbedingt sind Kegel- und Kreiselbrecher hinsichtlich Aufgabegr??e und dem erreichbaren Zerkleinerungsverh?ltnisses limitiert.
Auf mobilen Anlagen werden Kegelbrecher haupts?chlich zum Nachbrechen in der sekund?ren und terti?ren Brechstufe verwendet.
Kreiselbrecher unterscheiden sich aufgrund ihrer Bauart von Kegelbrechern.
Im Gegensatz zum Kegelbrecher, der über eine feststehende Welle verfügt, auf welcher die Antriebseinheit und der Kegeltr?ger rotieren, besitzt der Kreiselbrecher eine hydraulisch in vertikaler Richtung verfahrbare Hauptwelle, auf die der Kegeltr?ger fest aufgeschrumpft ist. Die Welle ist am unteren Ende axial auf einem Drucklager abgestützt, das wiederum auf dem Verstellkolben verlagert ist. Die Brechspaltverstellung erfolgt durch Heben und Senken des Verstellkolbens und damit auch der Hauptwelle. Am oberen Ende werden die horizontalen Brechkr?fte über das Kopflager, das in einer Quertraverse, dem sogenannten ?Spider“, integriert ist, in das Oberteil des Brechers eingeleitet.
Bauartbedingt ist die H?he eines Kreiselbrechers generell deutlich gr??er als die eines vergleichbaren Kegelbrechers.
Die leistungsstarken Allrounder
Ob im Steinbruch oder auf der Baustelle - mit Prallbrechern wird Gestein effizient so zerkleinert, dass Kornform, Kornverteilung und Sauberkeit den strengen Normen für Beton- und Asphaltzuschlagstoffe entsprechen. Dabei erreichen Prallbrechanlagen neben einer erstklassigen Produktqualit?t auch beachtliche Durchsatzleistungen.
Im Gegensatz zur Druckzerkleinerung wird beim Prallbrecher nach dem Prinzip der Prall- und Schlagzerkleinerung gearbeitet. Dabei wird das Brechgut von einem schnell drehenden Rotor erfasst, stark beschleunigt und auf ein feststehendes Prallwerk, die Prallschwingen, geschleudert. Von da aus f?llt es wieder in den Schlagkreis des Rotors zurück. So wird das Brechgut immer weiter gebrochen, bis es den Spalt zwischen Rotor und Prallschwingen passieren kann.
Der eigentliche Brechvorgang findet bei Kontakt des Gesteins mit den Schlagleisten und den Prallschwingen statt. Zus?tzlich findet eine Zerkleinerung durch Kontakt der Steine untereinander 3 statt.
Prallbrecher finden als Prim?r- und Sekund?rbrecher Verwendung. Als Prim?rbrecher finden Prallbrecher ihre Anwendung im Kalkstein; vor allem dort wo hohe Feinanteile, gute Kubizit?t und Bruchfl?chigkeit sowie eine hohe Leistung gefordert sind.
Im modernen Recycling von Beton, Asphalt und Bauschutt sind sie heute dank ihrer hohen Leistung und der hervorragenden Endproduktqualit?t nicht mehr wegzudenken. Im Gegensatz zur Druckzerkleinerung sind sie in der Lage, Bewehrungseisen sauber aus dem Beton herauszul?sen und damit ein weitgehend eisenfreies Endprodukt herzustellen.
Als Sekund?rbrecher werden sie h?ufig hinter Backenbrechern zur Erzeugung von normgerechten Endprodukten eingesetzt.
Von Prallmühlen spricht man in der Regel, wenn das damit zu produzierende Endprodukt nur eine Korngr??e bis ca. 10 Millimetern haben soll. Prallmühlen werden als Nachbrecher oft in der dritten und vierten Brechstufe verwendet, da die Aufgabegr??en entsprechend klein sein müssen.